Lüneburger Heide – wo alles Gold ist
24. Oktober 2011
Die Lüneburger Heide mit ihren vielen Naturparks ist nicht nur landschaftlich reich, auch die regionale Küche bietet viele landestypische Spezialitäten. Frisch gebackenes Brot und Butterkuchen zum Frühstück, Spargel mit Schinken und Kartoffeln zu Mittag, am Abend dann fangfrische Forellen mit knackigem Gemüse und zum Nachtisch Buchweizenpfannkuchen mit Heidelbeeren – die Heide-Küche ist abwechslungsreicher als man denkt.
Berühmt ist vor allem der Heidschnuckenbraten, der gerne mit Salzkartoffeln, Butterbohnen, Rotkohl und Pfifferlingen serviert wird, dazu gehören oft auch Birnenhälften und auf jeden Fall Preiselbeeren. Zur Abrundung wird noch ein flüssiges Heideküsschen kredenzt, das ist natürlich ein Schnaps, wie es sich nach dem Essen gehört.
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Das Gold der Heide
Auf den weiten Feldern zwischen Bremen und Braunschweig, Hamburg und Hannover wird ein Gold angebaut, das gleich nach der Ernte vor den regionalen Höfen oder am Straßenrand zum Kauf angeboten wird: die Heidekartoffel. Sie ist aus der Region nicht wegzudenken, sogar eine Ausstellung im Landschaftsmuseum der Lüneburger Heide in Hösseringen ist ihr gewidmet. Darüber hinaus zeichnen sich die kleinen, hellen Knollen durch ihren einzigartigen, unverfälschten Geschmack aus.
Weißes Gold
Salz ist nicht nur in der Suppe und in so gut wie allen anderen Speisen wichtig. Salz an sich war früher ein höchst wertvolles Gut, diente es doch in Zeiten, in denen es noch keine Möglichkeiten zur Kühlung gab, der Konservierung von verderblichen Nahrungsmitteln. Aus diesem Grund wurde es häufig auch „Weißes Gold“ genannt. Denn Salz bedeutete damals einen unendlichen Reichtum für die Gegenden, in denen es gewonnen werden konnte.
Eine dieser glücklichen Regionen war Lüneburg, das am nördlichen Rand der nach der Stadt benannten Heide liegt. Einst war Lüneburg der wichtigste Salzgewinnungsort Deutschlands, was heute noch an der prächtigen Architektur der Stadt zu erkennen ist. Jahrhundertealte Backsteingebäude bezeugen den einstigen Reichtum. In der alten Saline Lüneburgs befindet sich heute das Deutsche Salzmuseum, in dem es quasi als Eintrittkarte ein kleines Säckchen Gold… ach nein, natürlich Salz gibt.
Heidegold
Eine weitere Sorte Gold ist flüssig und süffig, schließlich wird es aus Hopfen, Malz, Hefe und kristallklarem Heidewasser gebraut. Das Bier der Lüneburger Heide ist herb, hell und mit schönem, starken Schaum gekrönt, zusammen mit einem kräftigen Brauermahl – zum Beispiel in Bier gegarte Schweineschulter mit Kartoffel- und Krautsalat – ein Genuss!
Heidehonig
Nicht zuletzt ist auch der Honig, der in der Heide gewonnen wird, meistens von einer rötlich goldenen Farbe. Wegen seiner geleeartigen Konsistenz wird er häufig gepresst und nicht geschleudert, was dem Geschmack aber nicht den geringsten Schaden zufügt. Im Gegenteil, Heidehonig hat ein sehr eigenes, ausgesprochen kräftiges, mitunter fast strenges Aroma, das nicht so leicht zu finden ist.
Heidekräuter, nicht nur für die Schnucke gut
Seit Jahrtausenden wissen die Menschen von den Heilkräften der Pflanzen. In der Lüneburger Heide sind besonders viele Heilkräuter beheimatet, aber auch unzählige Gewürz- und Wildkräuter werden dort gesucht und gesammelt. Letztere werden natürlich vor allem auch in der heimischen Küche eingesetzt, schließlich zeigen sie sich hier von ihrer schmackhaftesten Seite.
Der bekannte Heidschnuckenbraten beispielsweise wird traditionell nicht nur mit dem heimischen Salz, sondern auch mit Lorbeer, Wacholder, Thymian und Majoran gewürzt. Nicht zuletzt diese Mischung gibt dem Gericht seinen einzigartigen Geschmack; neben dem speziellen Eigenaroma der Heidschnucke selbstverständlich, das weniger an Lamm oder Schaf erinnert als vielmehr mit einem kräftigen Wildgeschmack aufwartet.
Darüber hinaus bereitet die riesige Auswahl an Heidekräutern auch noch in einem ganz anderem Produkt variantenreiche Entwicklungsmöglichkeiten: diverse regionale Heidekräuter-Liköre werden zum Teil unter Verwendung von fünfzehn oder mehr zum Teil hochwertigen Kräuter hergestellt. Gut gekühlt entfalten diese hochprozentigen Alkoholika sowohl ihr Aroma wie auch ihre verdauungsfördernde Heilwirkung ideal.






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