Edle Weine an Rhein und Mosel
24. Februar 2009Haben Sie Lust auf ein Open Air-Rockkonzert, das inmitten von römischen Ruinen stattfindet? Oder wie wäre es mit einer klassischen Oper in einem antiken Amphitheater? Vielleicht interessieren Sie sich ja auch für eine Weinprobe im traditionellen Weinkeller eines alteingesessenen Weinguts?
Das Rhein-Mosel-Dreieck bietet all das und noch viel mehr für die moderne Urlaubgestaltung: Wandern in den Weinbergen, Radfahren oder Klettern in der traumhaften Landschaft mit ihren tiefen Tälern und grandiosen Steilhängen, genüssliche Kanu- und Dampfschifffahrten auf den Flüssen. Wer mag, kann auch mit einem Heißluftballon in die Luft aufsteigen und die fantastische Aussicht über eine faszinierende, über 2000 Jahre alte Kulturlandschaft mit ihren romanischen Kirchen, mittelalterlichen Burgen und gemütlichen Dörfern genießen. Und natürlich empfiehlt sich jederzeit ein Wellnessurlaub an der Mosel oder auch ein Mosel Kurzurlaub.
Die Terrassenmosel: wie für die Rebe gemacht
Die Untermosel, auch Terrassenmosel genannt, ist eine der schönsten Landschaften der Welt. Die herrliche Region mit ihren steileren, in Terrassen angelegten Weinbergen verfügt über ein warmes und trockenes Klima, das einer fast exotischen Flora und Fauna Raum bietet. Hier ist zum Beispiel die seltene Smaragdeidechse beheimatet, und sogar der weltweit geschützte Apollofalter, einer der schönsten deutschen Schmetterlinge, wird häufig gesehen.
Im Schnitt ist es im Moseltal drei Grad milder als beispielsweise im angrenzenden Hunsrück, gezählt werden zirka 1600 Sonnenstunden pro Jahr. Aus diesem Grund finden sich insbesondere zwischen Zell und Koblenz terrassierte Steilhänge, die mit ihrer Neigung die Sonneneinstrahlung bestens aufnehmen. Diese hervorragende Lage wird seit Jahrhunderten für den Weinbau genutzt.
Die Wärme speichernden Schieferböden und die Meisterschaft der hiesigen Winzer bringen fantastische, fein strukturierte Weine von hoher Eleganz hervor. Zum Programm gehören seit geraumer Zeit aber auch rassige Sekte.
Riesling, Müller-Thurgau und Eiswein
Speziell für den Riesling eignet sich das Moselklima ganz hervorragend. Aufgrund der sehr langen Reifezeit entstehen besonders fruchtige, elegante und langlebige Weine. Neben den weltweit bekannten und beliebten frucht- und edelsüßen Weinen erzeugen die Winzer aber auch harmonisch trockene Varianten des Rieslings. Darüber hinaus eignet sich dieser aber auch gut als Grundwein zur Sektherstellung.
Der Müller-Thurgau ist die zweithäufigste Rebsorte der Region. Sie lässt sich unter anderem hervorragend zu einem fruchtig-trockenen Sommerwein verarbeiten, der ausgezeichnet zu einer leichten Küche passt und gerne als Schorle genossen wird. Die hellen, goldenen Weine zeichnen sich durch ein feines Pfirsich-Aroma mit Muskatnote aus.
Eiswein ist ein besonders hochwertiges Produkt, das aus weißen Trauben gewonnen wird. Um Eiswein herstellen zu können, müssen die Temperaturen mehrere Stunden unter minus sieben Grad liegen. Die überreifen Trauben werden gefroren geerntet und ebenso gefroren auch gepresst. Beim Keltern laufen dann Zucker und Extraktstoffe in konzentrierter Form ab. Anders als bei anderen hochwertigen Süßweinen sind deshalb beim Eiswein eine frische Säure und intensive Aromen charakteristisch.
Die Faszination der Straußwirtschaft
Straußwirtschaften haben seit jeher einen ganz besonderen Stellenwert unter Weinliebhabern. Hier sitzt man in gemütlicher Runde zusammen, beim Wein wird fröhlich geplaudert und gelacht. Bereits um 800 v. Chr. durften Winzer für eine gewisse Zeit im Jahr ihren eigenen Wein selbst ausschenken. Dieser Zeitraum wurde nach außen durch einen Strauß oder Kranz angezeigt, daher auch der Name. Auch heute noch dürfen Straußwirtschaften für die Dauer von 16 Wochen im Jahr den hauseigenen Wein vor Ort verkaufen. Oft werden dazu einfache, aber leckere Gerichte und kleine regionaltypische Gaumenfreuden gereicht.
Um die Straußenwirtschaft der Wein-Kultur-Landschaft Mosel-Saar-Ruwer bekannter zu machen, bietet die Arbeitsgemeinschaft der Straußwirte jedes Jahr einen Straußwirtschaftspass an, der mit einer netten Prämie lockt: Nach dem Besuch von acht verschiedenen Straußwirtschaften überreicht das achte Weingut dem Gast eine Flasche exzellenten Wein. Nach Abschluss der Saison nimmt der ausgefüllte Pass dann an einer Verlosung teil, bei der Gutscheine für Wochenendreisen auf Winzerhöfen, Verzehrgutscheine und Weinpräsente winken.
Der Pass ist erhältlich in den Touristikämtern an der Mosel und in den Mitgliedsbetrieben, doch kann man ihn auch im Web herunter laden.






Mit dem appetitanregenden Slogan “Unsere Landschaft schmeckt” wirbt die Themenroute „Viezstraße“ seit 1997 um kulinarisch interessierte Reisende, die Lust auf eine Erkundung des „Äppelkeschd“ haben, wie die Saarländer das liebliche Obstbaugebiet im Dreiländereck nennen.
„Apfelzeit“
Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin sind die drei berühmten Seeheilbäder am Ende der Insel Usedom (Tipp:
Der Usedomer Grand Schlemm
Dass der berühmte Christstollen mit seinen reichhaltigen süßen Zutaten einst ein mageres Fastengebäck war, merkt man ihm heute wahrlich nicht mehr an!
Winterzeit ist Lebkuchenzeit: zwar haben wir uns daran gewöhnt, die vorweihnachtliche Süßigkeit schon ab September in den Supermärkten vorzufinden, doch der richtige Appetit darauf stellt sich erst im November ein. Denn jetzt hat die dunkle Jahreszeit wirklich begonnen und das verminderte Sonnenlicht drückt auf die Stimmung. Da kommen die nicht bloß süßen, sondern auch recht würzigen Lebkuchen gerade recht!
Lebkuchen-Geschichte
Die gute Nachricht: entgegen immer wieder auftauchenden hartnäckigen Gerüchten ist es nicht die Nudel, die dick macht, sondern allenfalls die Soße, mit der man sie serviert. Mit nur einem Prozent Fettanteil und ca. 120 Kalorien pro 100 Gramm gekochten Nudeln zählen die beliebten Teigwaren sogar zu den „schlanken“ Lebensmitteln, die von Ernährungsexperten empfohlen werden.
Eine
Vespern und Süßes
Neben den aus der traditionellen deutschen Küche nicht wegzudenkenden Kartoffeln gilt Brandenburg auch als „Gemüsegarten Berlins“. Berühmt sind z.B. die Spreewälder Gurken: Als Senf-, Gewürz- und saure Gurken kommen sie heute nach nur noch 1-tägiger Zubereitungszeit auf den Markt. Das Geheimnis ihres besonderen Geschmacks bleibt wohl gehütetes Geheimnis der ca. zwanzig Spreewälder Einlegereien, doch weiß man immerhin von Basilikum, Zitronenmelisse, Wein-, Kirsch- oder Nussblättern, die als würzige Zutaten verwendet werden.
Wem das immer noch zu gehaltvoll ist, der kann in Brandenburg ganz stilvoll zur Birne greifen, die Theodor Fontane mit seinem Gedicht über den freigiebigen Birnenverteiler Herrn von Ribbek auf Ribbek im Havelland berühmt gemacht hat. Seit 1999 lebt Carl Friedrich von Ribbeck, ein Urenkel in siebenter Generation, wieder in Ribbeck und produziert Birnen, Obstler („Ribbecks Birnenbrand“) und Essig. Er will dem Dorf die Vergangenheit als Erlebnisdimension erhalten, z.B. durch Veranstaltungen wie die jährliche „Ribbeker Sommernacht“ im alten Schloss, wo Klassik, Jazz, Artistik und Kleinkunst moderne und alte Zeiten aufleben lassen.
Deutschland wird als Reiseziel immer beliebter und damit wächst auch das Angebot sehr spezieller touristischer Ziele:
Sie führt durch das weltgrößte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet Hallertau, wo im Jahr 2005 über 85 Prozent des deutschen Hopfens erzeugt wurde. Es wundert nicht, dass die Bundesstraße 301 auch den Beinamen „deutsche Hopfenstraße“ führt, doch allein die Bierstraße ist es, auf der dem Gast viel Interessantes rund ums Bier erfährt, das in
Im Aischgrund, der sich im Steigerwald zwischen Bamberg und Rothenburg o.d.Tauber erstreckt, blickt man auf eine lange Brautradition zurück, denn hier wird bereits seit 1639 nach dem Deutschen Reinheitsgebot Bier gebraut. Die Aischgründer Bierstraße verläuft auf rund 50 Kilometern zwischen Bad Windsheim und Uehlfeld.