Deutschland als Käseland: Viele Sorten und Spezialitäten
Montag, den 11. Oktober 2010
Ein Land, in dem so viel, so gutes Brot gebacken wird, kommt ohne ein umfangreiches Angebot an Brotbelag einfach nicht zurecht. Das ergibt sich fast von selbst.
Und so ist es eine Tatsache, dass Deutschland der heimliche König der Käseproduktion ist. Frankreich und vor allem die Niederlande haben auf dem Gebiet zwar den eindeutigeren Ruf als Käse-Nation, dennoch liegt Deutschland eindeutig vorn, vor allem wenn es um Vielfalt und Qualität geht.
Käse gibt es in allen Regionen Deutschlands, im hohen Norden wie in den hohen Bergen im Süden. Vom Bier- oder Butterkäse bis zum deutschen Bergkäse oder Allgäuer Emmentaler, die Sortenvielfalt ist enorm.
Auflauf, Fondue, Salate, Dips
Auch der Einsatz von Käse in der Küche geht weit über das Frühstückskäsebrot hinaus, obwohl das selbstverständlich zu den Grunderfahrungen in deutschen Haushalten gehört. Ebenfalls Verwendung findet Käse beim Überbacken von Aufläufen, wozu sich fast jeder Käse eignet. Besonders gut gelingt die Käsekruste jedoch mit solchen Sorten, die einen etwas höheren Fettanteil aufweisen. Fettarmer Käse braucht für dasselbe Resultat etwas länger, und auch mit Hartkäse, etwa dem deutschen Bergkäse, kann überbacken werden. Man sollte ihn allerdings vorher reiben, um anschließend eine ganz besonders aromatische Kruste zu erhalten.
Damit sind aber nur die beiden bekanntesten Anwendungsgebiete genannt, darüber hinaus kann Käse zum Beispiel auch ein leckerer Dip bei einem Grillabend sein. Wenn das ganze Fest nicht überhaupt gleich zu einer Käse-Party umfunktioniert wird, zusammen mit gutem Wein und etwas Obst ergibt das ganz bestimmt eine runde Sache.
Auch im Salat findet Käse häufig Verwendung, kombiniert etwa mit gerösteten Körnern. Nicht vergessen sollte man auch das Fondue, obwohl der Topf mit der geschmolzenen Käsemasse natürlich der französischen Schweiz zuzuordnen ist.
Tilsiter, der Käse aus Deutschland
Was für die Holländer der Gouda und für die Franzosen der Camembert ist, das ist in Deutschland sicherlich der Tilsiter. Der norddeutsche Klassiker, der im 19. Jahrhundert in Tilsit erfunden wurde, wird heute in ganz Deutschland produziert. Da der Name jedoch nicht geschützt ist, gibt es auch sehr bekannte Schweizer Produkte unter der Bezeichnung.
Bei der Herstellung von Tilsiter kommt die so genannte Rotschmiere zum Einsatz. Die Käsemasse wird in Formen gefüllt, und sobald sie gut abgetropft und einigermaßen trocken ist, werden rote Pilzkulturen aufgesprüht. Anschließend wird der Käse mit Salzwasser abgewaschen, auf die Art entsteht die Rotschmiere, die dann nach und nach in den Käse eindringt. Tilsiter reift also von außen nach innen. In einem ähnlichen Verfahren werden in Deutschland auch Weichkäse wie Brie oder Camembert hergestellt.
Kleiner Reisetipp: Urlaub in Deutschland
Käsespezialitäten: Harzer Roller, Ziegenkäse, Weißlacker>
Es ist allerdings unnötig, sich in Nachbarländern umzusehen, wenn es um besondere Spezialitäten geht. Der Harzer Käse, auch Harzer Roller genannt, ist in seiner Art sicherlich einzigartig. Er eignet sich sowohl als Brotbelag, als auch zur Füllung von verschiedenen Speisen.
Darüber hinaus ist er – durch die Verwendung von Magerquark bei der Herstellung – besonders kalorienarm und daher ein Leichtgewicht unter den Käsen, das sich besonders gut zur fettarmen Ernährung eignet. Der Fettanteil beträgt tatsächlich nur etwa ein Prozent.
Im thüringisch-sächsischen Grenzgebiet wird der Altenburger Ziegenkäse hergestellt. Er besteht aus Ziegen- und Kuhmilch, darüber hinaus enthält er Kümmel und ist mit weißem Edelschimmel überzogen. Dieses einzigartige Aroma, zusammen mit frischem Brot und sauren Gurken oder rote Bete, ist ein ganz besonderer Genuss.
Der Weißlacker wurde früher auch Weißschmierer genannt und ist ein halbfester Schnittkäse aus dem Allgäu. Seinen Namen hat er seinen Aussehen zu verdanken, der kräftige Käse ist an der Oberfläche mit einer weißen, lackartigen Schmiere umgeben. Er reift in eine Salzlake eingelegt und eignet sich gut für Füllungen oder auch für deftige Gemüsepfannen. Kleiner Tipp: Wellnesshotels in Bayern
Wenn sich die Gelegenheit ergibt lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch in einer kleinen Käserei. Hier kann man oft Entdeckungen machen, die auf die unmittelbare Region beschränkt ist. So lassen sich zum Beispiel ganz besondere Räucherkäsesorten finden, die vielleicht mit Nüssen eher süßlich mild daherkommen oder aber mit Chili scharf angemacht sind.






Deutsches Brot ist weltbekannt, typisch sind die dunkel gebackene Kruste und das luftig weiche Innere eines Laibes. Im Ausland gilt es als Spezialität und ist daher häufig auch als „German Bread“ erhältlich. So richtig gut schmeckt es aber nur, wenn es von einheimischen Bäckern über Nacht frisch hergestellt wurde.
Die
Wenn es um die Wurst geht, sind die Deutschen einzigartig. Nirgendwo sonst ist das Angebot so vielfältig, so regional unterschiedlich und bis heute so traditionell geprägt wie hierzulande. Von den Frankfurter Würstchen über die Salami bis hin zur Blutwurst, die Anzahl der Wurstsorten liegt bei über 1500.
Bratwürste sind von ganz eigener Natur. Je nach Sorte handelt es sich um eine Brüh- oder Rohwurst, es gibt auch geräucherte Bratwürste. Darüber hinaus werden sie vor dem Verzehr gebraten oder gegrillt. Es existieren unendlich viele regionale Varianten der Bratwurst, zum Beispiel in Thüringen, Franken, Nürnberg, Rostock und Hof, um nur einige wenige zu nennen. In der thüringischen Wachsenburggemeinde gibt es sogar ein
Winterzeit ist Lebkuchenzeit: zwar haben wir uns daran gewöhnt, die vorweihnachtliche Süßigkeit schon ab September in den Supermärkten vorzufinden, doch der richtige Appetit darauf stellt sich erst im November ein. Denn jetzt hat die dunkle Jahreszeit wirklich begonnen und das verminderte Sonnenlicht drückt auf die Stimmung. Da kommen die nicht bloß süßen, sondern auch recht würzigen Lebkuchen gerade recht!
Lebkuchen-Geschichte
Die gute Nachricht: entgegen immer wieder auftauchenden hartnäckigen Gerüchten ist es nicht die Nudel, die dick macht, sondern allenfalls die Soße, mit der man sie serviert. Mit nur einem Prozent Fettanteil und ca. 120 Kalorien pro 100 Gramm gekochten Nudeln zählen die beliebten Teigwaren sogar zu den „schlanken“ Lebensmitteln, die von Ernährungsexperten empfohlen werden.